
News, Events, Ausschreibungen, Seminare, Konferenzen
Stefan Ameres hat den diesjährigen THP gesponserten Preis der ÖGGGT erhalten. Seine zusammen mit Javier Martinez und Renée Schroeder durchgeführte Arbeit "Molecular Basis for Target RNA Recognition and Cleavage by Human RISC", die in Cell publiziert wurde, setzte sich bei der Jury, die aus dem Vorstand der ÖGGGT bestand, durch. Die Übergabe des Preises erfolgte im Zuge des FEBS2007 Kongresses in Wien, bei dem Stefan Ameres seine Arbeit in einer "plenary lecture" präsentierte. Wie jedes Jahr waren die Einsendungen für den ÖGGGT Preis von allerhöchster Qualität und zeigen das aussergewöhnliche Potential unserer JungwissenschafterInnen. Mit Spannung darf der Preis im nächsten Jahr also erwartet werden.
Die ÖGGGT vergibt Reisekostenzuschüsse, um für junge WissenschafterInnen (DiplomandInnen, DoktorandInnen und Post-Docs) die Teilnahme an nationalen und internationalen Tagungen und Kongressen zur erleichtern. Die Unterstützungen werden von der jeweiligen Landessektion (Graz, Innsbruck, Salzburg, Wien) vergeben.
Es genügt, ein formloses Ansuchen um Reisekostenunterstützung an den (die) Sektionsleiter(in) der Gesellschaft zu übersenden.
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
Beigelegt werden müssen:
Vergessen Sie nicht, Ihre Adresse mit Tel. und e-mail sowie die Bankverbindung (Geldinstitut, Bankleitzahl, Kontonummer) anzugeben.
Der maximale Förderungsbetrag richtet sich nach dem Kongressort. Derzeit werden für Kongresse in Österreich € 125,
für Kongresse in Europa € 250,- und für Kongresse in Übersee € 500,- als maximale Reisekostenzuschüsse ausbezahlt.
Von der ÖGGGT werden (über die jeweilige Zweigstelle) Vorträge und Seminare zu den Themen Genetik, Gentechnik und Molekularbiologie, teilweise in Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Gesellschaften, finanziert.
Die Österreichische Gesellschaft für Genetik und Gentechnik vergibt jährlich einen Förderungspreis an junge, in Österreich tätige WissenschafterInnen für ausgezeichnete Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Genetik und Gentechnik.
Der Forschungspreis besteht aus der Einladung zur "ÖGGGT Lecture"
die im Rahmen der Jahrestagung 2008 der ÖGGGT abgehalten wird und mit
€ 2.500,--
dotierten finanziellen Zuwendung, die wieder von THP Medical Products gesponsert wird.
Die Bewerbung muss folgende Komponenten enthalten:
Bewerbungen sind bis spätestens 10. Juni 2008 (einlangend) an die Geschäftsstelle der ÖGGGT erbeten. Der Vorstand der ÖGGGT wird als Jury über die Preisvergabe entscheiden.
Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Jahrestagung der ÖGGGT.
Die Generalversammlung 2008 wird voraussichtlich im September in Graz stattfinden
Einzelheiten liegen momentan noch nicht vor
Die Versammlung fand am Mittwoch, den 11. Juli 2007 statt.
Der diesjährige ÖGGGT-Preis wurde an Stefan Ameres vergeben, von Johannes Grillari verliehen, von THP gesponsert und im Rahmen der FEBS-Tagung 2007 als ÖGGGT-Prize-Lecture präsentiert.
Josef Glössl wir zum neuen Präsidenten gewählt
Roland Foisner hat sich nach 6-jähriger Tätigkeit aus dem Vorstand verabschiedet. Nachfolger der Zweigstelle Wien ist Ernst Müllner
Wissenschaftliche Vorträge und Symposien zu aktuellen Themen
Vergabe von Reisestipendien an junge, in Österreich tätige WissenschafterInnen
Jährliche Verleihung des Forschungspreises der ÖGGGT
Informations- und Diskussionsveranstaltungen für die Öffentlichkeit, z.B. Ausstellung Gentechnik pro & contra
Bereitstellen von Materialien zu aktuellen Themen, z.B. Informationsblätter, Mappe Gentechnik bei Nutzpflanzen
Beantworten von Anfragen seitens der Öffentlichkeit (Koordinationsstelle für Öffentlichkeitsarbeit)
Kommunikation ist eine unentbehrliche Basis für die Wissenschaft. Deshalb lädt die ÖGGGT regelmässig nationale und internationale WissenschafterInnen zu Vorträgen, Tagungen, Seminaren und Workshops ein.
Die Fortbildung und Förderung des österreichischen wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein wichtiges Anliegen der ÖGGGT. Reisestipendien ermöglichen die Teilnahme junger WissenschafterInnen an internationalen Tagungen, Fachkurse bieten Weiterbildungsmöglichkeiten, und anlässlich der Jahrestagung der ÖGGGT wird seit 1996 ein Forschungspreis vergeben, der mit einer Einladung zur ÖGGGT Lecture und einem finanziellem Anerkennungsbeitrag verbunden ist.
Information und Dialog mit der Öffentlichkeit sind wichtige Schwerpunkte der Arbeit der ÖGGGT. Diese Tätigkeiten haben das Ziel, den Wissensstand über Genetik und Gentechnik in Österreich zu verbessern, um unrealistische Erwartungen und unbegründetete Ängste abzubauen und besseres Verständnis für Forschung und sinnvolle Anwendungen zu erreichen.
Diese Aufgaben führt die ÖGGGT auch in Zusammenarbeit mit verwandten Einrichtungen durch, beispielsweise im Rahmen der Plattform "dialog‹›gentechnik". Als Drehscheibe und für Auskünfte gibt es seit 1999 die Koordinationsstelle für Öffentlichkeitsarbeit.
Präsident o. Prof. Dr. Josef Glössl
Zentrum für Angewandte Genetik
Universität für Bodenkultur
Muthgasse 18,
A - 1190 Wien
Tel: +43-1-36006-6351,
Fax: +43-1-36006-6392,
Univ. Prof. Dr. Kurt Zatloukal
Institut für Pathologie
Medizinische Universität Graz
Auenbruggerplatz 25
A-8036 Graz
Tel: +43 / 316 / 385 2228
Fax: +43 / 316 / 384 329
Ao.Univ.-Prof. DI Dr. Johannes Grillari
Institut für Angewandte Mikrobiologie
Universität für Bodenkultur
Muthgasse 18
A-1190 Wien
Tel: +43 1 36006 6230
Fax: +43 1 3697615
Ao. Univ.-Prof. DI Dr. Reingard Grabherr
Institut für Angewandte Mikrobiologie
Universität für Bodenkultur
Muthgasse 18,
A-1190 Wien
Tel: +43-1-36006-6242
Fax: +43-1-3697615
Ao.Univ.-Prof. Dr. Helmut Bergler
Institut für Molekulare Biowissenschaften
Universität Graz
Universitätsplatz 2
A-8010 Graz
Tel: 0316-380-5629
Fax: 0316-380-9898
Ao.Univ.-Prof. Dr. Rainer Schneider
Institut für Biochemie
Universität Innsbruck
Peter Mayrstrasse 1a
A-6020 Innsbruck
Tel: 0512-507-0
Fax: 0512-507-0
Ao.Univ.-Prof. Dr. Fritz Aberger
FB Molekulare Biologie
Universität Salzburg
Hellbrunnerstr. 34
A-5020 Salzburg
Tel: 0662-8044 5792
Ao. Univ.-Prof. Ernst Muellner
Vienna Biocenter
Max F. Perutz Laboratories
Department of Medical Biochemistry
Medical University Vienna
Dr. Bohrgasse 9/2
A-1030 Wien
Tel: +43 1 4277-61760
Fax: +43 1 4277-9617
Univ.-Prof. Dr. Mathias Müller
Institut für Tierzucht und Genetik
Vet.-Med.Universität Wien
Veterinärplatz 1
A-1210 Wien
Dr. Friedrich Scheiflinger
Baxter AG
Wagramerstrasse 17-19
A-1220 Wien
Prof. Dr. Helmut Bachmayer
Novartis Forschungsinstitut
Brunner Straße 59
1235 Wien
Prof. Dr. Nikolaus Zacherl
Institut für Molekulare Pathologie
Dr. Bohrgasse 7
1030 Wien
Dr. Alois Haslinger
BM:BWK, Präs. 4
Minoritenplatz 5
1014 Wien
Jede/jeder Interressierte kann Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Genetik und Gentechnik werden.
Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt für ordentliche Mitglieder € 22,-
für StudentInnen ermässigt € 7,-
sowie € 450,- für Firmen
bzw. € 200,- für Firmen Startups.
Die ausführlichen Statuen der ÖGGGT
Wenn Sie Interesse haben Mitglied der ÖGGGT zu werden, füllen Sie bitte das Online-Formular aus
Antrag auf Mitgliedschaft
bei der Österreichischen Gesellschaft für Genetik und Gentechnik
Die Genetik (griech. geneá = Abstammung) oder Vererbungslehre ist ein Teilgebiet der Biologie und beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Funktion von Erbanlagen (" Genen") sowie mit deren Weitervererbung. Vererbung ist die Weitergabe von Erbinformationen von Generation zu Generation. Die klassische Genetik untersucht, in welchen Kombinationen die Gene nach Kreuzungsexperimenten bei den Nachkommen vorkommen und wie das die Ausprägung bestimmter phänotypischer Merkmale beeinflusst. Die Molekulargenetik untersucht, wie Gene aufgebaut sind, wie die in Form von Desoxyribonukleinsäure (DNS) vorhandene genetische Information zum Aufbau von Proteinen und anderen funktionellen Genprodukten genutzt wird, wie diese Information kopiert wird (Replikation) und wie sich molekularbiologische Erkenntnisse für gentechnische Verfahren nutzen lassen. Eine weitere wichtige Gliederung der Genetik ergibt sich aus ihren Anwendungsgebieten Pflanzenzucht und Tierzucht bzw. ihrem Untersuchungsobjekt. So befasst sich die Humangenetik mit den genetischen Unterschieden zwischen Menschen, die genetischen Unterschiede des Verhaltens untersucht die Verhaltensgenetik. |
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Geschichte der Genetik |
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Schon seit der Antike versuchen die Menschen die Gesetzmässigkeiten der Vererbung durch verschiedene Hypothesen zu erklären. So lehrte der griechische Philosoph Anaxagoras um 500 v.Chr. in der Präformationslehre, dass der Embryo im Spermium des Vaters bereits vorgeformt sei. Die Spermien für weiblichen und männlichen Nachwuchs befanden sich demnach in den unterschiedlichen Hodensäcken. Ähnlich, dachte ca. hundert Jahre später Aristoteles, dass nur der Mann Erbanlagen besitzt, während die Frau ausschliesslich ernährende Funktionen hat. Solche Vorstellungen über Fortpflanzung und Vererbung prägten die naturphilosophischen Überlegungen bis in die Neuzeit hinein. Mit der Entwicklung des Mikroskops und der anschliessenden Entdeckung der Spermien durch Antoni van Leeuwenhoek im 17. Jahrhundert wurden wichtige Fortschritte gemacht. 1865 entdeckte der Mönch Gregor Mendel grundlegende Gesetzmässigkeiten bei der Verteilung von Erbanlagen auf die Nachkommen, die heute als Mendelsche Regeln bezeichnet werden. Mendel hatte Pflanzen der Gartenerbse (Pisum sativum) miteinander gekreuzt und mittels statistischer Analyse mathematische Gesetzmässigkeiten beobachtet. Er teilte die Erbanlagen in "rezessive" und "dominante" Gene und entwickelte den Begriff des Allels. Mendels Entdeckungen blieben unbeachtet und wurden erst Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt von Erich von Tschermak-Seysenegg, Hugo De Vries und Carl Erich Correns. Eine weitere wichtige Entwicklung machte Morgan, der feststellte, dass es auch Merkmale gibt, die meist zusammen vererbt werden (gekoppelte Gene, die auf dem gleichen Chromosom liegen). Mit der Entdeckung des Aufbaus des Erbguts Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Grundsteine für die Entschlüsselung des genetischen Codes gelegt. Heute weiß man, wie das Erbgut aufgebaut ist und kennt die Lage von vielen Genen im gesamten Erbgut. |
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Meilensteine der Genetik |
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Die Gentechnik oder Gentechnologie ist ein Teilgebiet der Biotechnologie. Sie ist ein auf den Kenntnissen der Molekularbiologie aufbauendes Verfahren zur Anwendung gezielter Eingriffe in das Erbgut und/oder in die biochemischen Steuerungsvorgänge von Lebewesen bzw. viraler Genome. Es werden drei grosse Anwendungsbereiche der Gentechnik unterschieden:
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Die Begriffe Grüne, Gelbe/Rote und Graue/Weisse Gentechnik sind keine fest definierten Bezeichnungen. Im öffentlichen Sprachgebrauch ist nur die Bezeichnung "Grüne Gentechnik" weiter verbreitet. Insbesondere erforscht die Gentechnik die Methoden zur Isolierung von Genen und zur Herstellung neukombinierter DNA, vor allem auch über Art-Grenzen hinweg. Dies ist möglich, weil (fast) alle Lebewesen denselben genetischen Code benutzen (siehe aber: codon usage). Als Ziele gentechnischer Anwendungen werden die Verbesserung des Saatgutes oder die einfachere Herstellung von Medikamenten genannt. In der öffentlichen Diskussion wird oft der Begriff "Gentechnologie" verwendet. Sprachlich korrekt ist mit "Gentechnolgie" nur die Erforschung der Methoden zur Neukombination von DNA, mit "Gentechnik" aber die Anwendung dieser Methoden in Forschung und Technik gemeint. |
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Technik zur Veränderung der Gene |
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Genauer beschäftigt sich die Gentechnik mit der in-vitro-Verknüpfung von Nukleinsäure-Molekülen zu neuen, vermehrbaren Molekülen, die Einführung solcher Moleküle in einen Empfängerorganismus und die Vermehrung der neukombinierten Moleküle in diesem Organismus. Meistens wird zunächst die DNA eines Spenderorganismus isoliert und in Fragmente brauchbarer Grösse zerlegt. Weiterhin muss ein geeigneter Vektor (ein Transportvehikel zur Übertragung der Spender-DNA in eine Wirtszelle) isoliert und aufgeschnitten werden. In einem dritten Schritt bringt man die Vektor-DNA mit der fragmentarischen Spender-DNA zusammen und sorgt dafür, dass ein Fragment der Spender-DNA vom Vektor aufgenommen wird. Danach überträgt man die im Vektor neukombiniert vorliegende DNA in die Zellen eines geeigneten Empfängerorganismus und vermehrt die Zellen mit der gewünschten neuen genetischen Information. Neue Entwicklungen ermöglichen das Einpflanzen von Fremdgenen an vorherbestimmten Orten im Genom; dadurch werden die Produktionseigenschaften der modifizierten Zelle vorhersagbar (RMCE-Kassettenaustauschverfahren). Wenn all dies gelungen ist, stellen die Zellen des Empfängerorganismus z.B. ein vom Menschen gewünschtes Genprodukt her, etwa ein Protein, das in gereinigtem Zustand vermarktet werden kann. Solcherart genetisch modifizierte Organismen nennt man transgene Organismen oder gentechnisch veränderte Organismen (GVO), zum Beispiel transgener Mais. |
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Als Vektoren werden oft Plasmide aus Bakterienzellen verwendet. Bei den Plasmiden handelt es sich um kleine, ringförmige DNA-Moleküle, die eine Schnittstelle für ein Restriktionsenzym besitzen, das den Plasmidring öffnet und dadurch für die Aufnahme von Fremd-DNA empfänglich macht. Mit Hilfe von Ligasen wird die Fremd-DNA im Plasmid fest verankert. Nach dieser Manipulation muss das veränderte Plasmid noch zur Vermehrung in eine Bakterienzelle eingeschleust werden. Mithilfe bestimmter Chemikalien lässt sich die Zellwand und Membran des Bakteriums für die Aufnahme des Plasmids durchlässiger machen. Alternativ kann die Fremd-DNA auch durch ein modifiziertes Virus, das zur eigenen DNA auch die Spender-DNA und die DNA eines Plasmids trägt, in die Zelle des Empfängerorganismus gelangen. Siehe auch: Cosmid. |
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Der Begriff Gentechnik |
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Gentechnik bezeichnet die Analyse oder gezielte Veränderung von DNA-Sequenzen. Etliche Produkte, die für den Menschen interessant sind (zum Beispiel Insulin, Vitamine), werden von der Industrie mit Hilfe genmanipulierter Bakterien hergestellt. Für den medizinischen Bereich werden heute schon viele Medikamente gentechnisch produziert. In der Landwirtschaft werden Nutzpflanzen gentechnisch "optimiert". Dabei werden beispielsweise Resistenzen gegen Pestizide (z.B. Glyphosat oder Glufosinat) oder Resistenzen gegen Schädlinge eingebaut. Dieses Verfahren ist jedoch nicht ohne Risiken. So besteht beispielsweise die Gefahr, dass die veränderten Gene ungewollt auf andere Wildtyp-Pflanzen derselben Art oder sogar auf andere Arten übertragen werden (zum Beispiel durch Pollenflug). In welchem Masse und unter welchen Bedingungen dieser horizontale Gentransfer stattfindet, wird derzeit untersucht. Bei Ansätzen zur Nutzung in grossem Stil (zum Beispiel Biopharming: Herstellung von Medikamenten durch gentechnisch veränderte Pflanzen) ist eine strenge Kontrolle notwendig. Es gibt auch erste Ansätze, Pflanzen mit verbesserten Ölen (zum Beispiel Raps) oder erhöhten Vitaminkonzentrationen (beispielsweise der Golden Rice) mit Hilfe der Gentechnik herzustellen. |
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Auch in der Medizin hat die Gentechnik Bedeutung erlangt. Die Zahl der gentechnisch hergestellten Medikamente auf dem Markt nimmt stetig zu. So waren beispielsweise 1999 in der Schweiz 40 Medikamente registriert und im Umlauf, deren Herstellung auf gentechnischem Wege erfolgte. Sie wurden gegen sehr unterschiedliche Krankheiten eingesetzt, wie Zuckerkrankheit (Insulin für Diabetiker), Blutarmut, Herzinfarkt, Wachstumsstörungen bei Kindern, verschiedene Krebsarten und die Bluterkrankheit (Hämophilie). Weltweit befinden sich über 350 Gentech-Substanzen in klinischen Prüfungen mit Patienten. In der Krebstherapie sind gentechnisch hergestellte Medikamente heute weitgehend etabliert. Nach Meinung einiger Krebsexperten könnten durch den Einsatz monoklonaler Antikörper, Interferone und blutbildender Wachstumsfaktoren die Krebstherapien bei bestimmten Tumorarten optimiert, Krankenhausaufenthalte verkürzt oder gar vermieden sowie Lebensqualität gewonnen werden. Auch das Infektionsrisiko sei nachweislich gesunken. |
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Das bekannteste Hormon, das mit Hilfe der Gentechnik gewonnen wird und bereits auf dem Markt ist, ist das Insulin. Das früher produzierte Insulin stammte von Rindern und Schweinen und war nicht hundertprozentig baugleich mit dem des Menschen. Mittels Gentechnik wurde es nun ersetzt. Für Diabetiker mit einer Unverträglichkeit gegenüber gentechnisch hergestellten Insulinen wurde es allerdings zum Problem, dass heute kaum noch Tierinsulin auf dem Markt ist. In Deutschland betrifft dies rund 400 Erkrankte. |
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"Alte" Gentechnik |
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Schon bevor es möglich wurde, auf molekularer Ebene das Genom eines Organismus zu manipulieren, wurden Keime stark ionisierender Strahlung, Wärme oder anderen genverändernden EinflĆssen (Mutagenen) ausgesetzt, um Mutationen im Erbgut häufiger als unter natürlichen Bedingungen hervorzurufen. Die Samen werden ausgesät und die Pflanzen, die die gewünschten Eigenschaften besitzen, werden weiter gezüchtet. Ob dabei auch noch andere, unerwünschte, Eigenschaften entstehen, wird bislang nicht systematisch überprüft. Diese Technik wurde bei fast allen Nutzpflanzen und, in entsprechenden Verfahren, auch bei einigen Tierarten angewendet. |
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Für und Wider der Gentechnologie |
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Die Frage nach dem Einsatz der Gentechnologie wird kontrovers diskutiert. Nach Ansicht der Befürworter eröffnet die Gentechnologie Möglichkeiten, die auf konventionellem Weg nicht - oder nicht so schnell - zu erreichen wären. Als Beispiele hierfür werden die Produktion von Insulin oder Erythropoietin durch gentechnisch veränderte (Mikro-)Organismen, der Versuch der Bekämpfung von Ernährungsmangelkrankheiten durch den Einsatz von so genanntem Goldenen Reis sowie die Bekämpfung des weltweiten Hungers durch das Designen besonders resistenter und ertragreicher Arten genannt. Auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit der unumkehrbaren Auskreuzung der gentechnisch eingebrachten Eigenschaften (z.B. Herbizidresistenzen) in Wildkräuter und die Möglichkeit unerwünschter Nebenwirkungen durch absichtlich oder unabsichtlich mitübertragene Gene. Daneben sehen Kritiker eine mögliche Gefahr für die Arten- und Sortenvielfalt, da die Patentierung und der exklusive Vertrieb von Hybridsaatgut sowie gentechnisch manipuliertem Saatgut durch einzelne Hersteller zur Verdrängung anderer Arten führen und Bauern letztlich abhängig von Saatgut-Herstellern machen könnte. |
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Eine sachliche Debatte wird erschwert durch die weitverbreitete Unkenntnis über die Möglichkeiten und Gefahren der Gentechnologie in der Bevölkerung, so dass, ähnlich wie bei der modernen EDV (z.B. zur Überwachung einzelner Personen), die Möglichkeiten und Gefahren gleichzeitig unter- und überschätzt werden. Ein zur Zeit in den Diskussionen über Bioethik wichtiger Aspekt ist, inwiefern auch andere Eingriffs- und Manipulationsmöglichkeiten eingeschränkt oder ausgeweitet werden sollten. Dabei sollen auch die möglichen Vor- und Nachteile ins Auge gefasst werden und nicht allein die Methoden, mit denen sie bewirkt werden. Eine sachliche Debatte wird erschwert durch die weitverbreitete Unkenntnis über die Möglichkeiten und Gefahren der Gentechnologie in der Bevölkerung, so dass, ähnlich wie bei der modernen EDV (z.B. zur Überwachung einzelner Personen), die Möglichkeiten und Gefahren gleichzeitig unter- und überschätzt werden. Ein zur Zeit in den Diskussionen über Bioethik wichtiger Aspekt ist, inwiefern auch andere Eingriffs- und Manipulationsmöglichkeiten eingeschränkt oder ausgeweitet werden sollten. Dabei sollen auch die möglichen Vor- und Nachteile ins Auge gefasst werden und nicht allein die Methoden, mit denen sie bewirkt werden. |
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Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Braunschweig
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dialog ‹› gentechnik |
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Forschungsprogramme und Forschungsförderung |
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European Science Foundation
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Wissenschaftliche Gesellschaften |
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Österreichische Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie |
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Präsident |
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o. Prof. Dr. Josef Glössl Zentrum für Angewandte Genetik |
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Vizepräsident |
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Univ. Prof. Dr. Kurt Zatloukal Institut für Pathologie |
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Kassier |
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Ao.Univ.-Prof. DI Dr. Johannes Grillari Institut für Angewandte Mikrobiologie |
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Schriftführerin |
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Ao. Univ.-Prof. DI Dr. Reingard Grabherr Institut für Angewandte Mikrobiologie |
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Zweigstelle Graz |
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Ao.Univ.-Prof. Dr. Helmut Bergler Institut für Molekulare Biowissenschaften |
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Zweigstelle Innsbruck |
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Ao.Univ.-Prof. Dr. Rainer Schneider Institut für Biochemie |
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Zweigstelle Salzburg |
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Ao.Univ.-Prof. Dr. Fritz Aberger FB Molekulare Biologie |
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Ao. Univ.-Prof. Ernst Muellner |
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Beirat |
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Univ.-Prof. Dr. Mathias Müller Institut für Tierzucht und Genetik |
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Dr. Friedrich Scheiflinger Baxter AG |
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Prof. Dr. Helmut Bachmayer |
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Prof. Dr. Nikolaus Zacherl |
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Dr. Alois Haslinger |
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ÖGGGT Newsletter März 2008
VBC Seminars online
MFPL Seminars
Salzburg Seminars

Reduced Early Registration Fee of € 95,- for graduate students
Travel Bursaries Available
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Frist für Abstrakteinreichung: 30. Mai 2008
Anmeldung bis 30. Juni 2008

die "European Collaborative Research Programmes" (EUROCORES) sind thematisch orientierte 3 bis 5-jährige Forschungsprogramme der European Science Foundation (ESF) zur Ermöglichung von transnationalen Forschungsprojekten im Bereich der Grundlagenforschung.
Einmal pro Jahr werden WissenschafterInnen eingeladen, Vorschläge ueber Forschungsthemen (EUROCORES theme proposals) einzureichen.
Einreichfrist: 02. Juni 2008

Die von der European Science Foundation initiierten ESF Research Conferences bieten führenden WissenschafterInnen sowie weiteren TeilnehmerInnen, einschliesslich NachwuchsforscherInnen, ein informelles Forum für die Diskussion aktueller Themen im Brennpunkt des wissenschaftlichen Interesses. Die ESF führt diese Konferenzserie in Kooperation mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen einschließlich Universitüten durch.
Submission deadline: 15. September 2008
Gordon Research Conference
June 1 - 6 | 2008 | New London, NH 03257 | United States
Gordon Research Conference
June 15 - 20 | 2008 | South Hadley, MA | United States
Gordon Research Conference
June 22 - 27 | 2008 | South Hadley, MA | United States

Biochemistry of Cell Regulation - 32rd FEBS Congress & 11th IUBMB Concerence
June 28 - July 3 | 2008 | Athens, Greece
CELLULAR & MOLECULAR FUNGAL BIOLOGY
June 29 - July 4 | 2008 | Holderness, NH | United States
Gordon Research Conference
July 13 - 18 | 2008 | Holderness, NH | United States

ISPL Inter'l Symposium on Plant Lipids
July 13 - 18 | 2008 | Bordeauy | France
Aug 3 - 8 | 2008 | Il Ciocco | Lucca (Barga) | Italy

Intern'l Symposium on Induced Mutations in Plants (ISIM)
Aug 12 - 15 | 2008 | Vienna | Austria
CO2 ASSIMILATION IN PLANTS: GENOME TO BIOME
Gordon Research Conference
Aug 17 - 22 | 2008 | Biddeford ME 04005 | United States

ELSO 2008 Frontiers of cellular, developmental and molecular biology
Aug 30 - Sept 2 | 2008 | Nice | France

Die 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) e.V.
Sep 21 - 24 | 2008 | Dresden | Germany
3rd ESF Functional Genomics Conference
Oct 1 - 4 | 2008 | Innsbruck | Austria

ESF-EMBO Symposium PROTEIN DESIGN AND EVOLUTION FOR BIOCATALYSIS
Abstract submission: 6 June 2008
Oct 25 - 30 | 2008 | Sant Feliu de Guixols | Spain
Aktuelle Pressemeldungen dialog‹›gentechnik

Salmonellen können auch Pflanzenzellen infizieren und alle Abwehrmechanismen der Pflanze erfolgreich umgehen. Eine reinigende Oberflächenbehandlung von pflanzlicher Rohkost wie z. B. Abwaschen ist daher kein ausreichender Schutz vor Lebensmittelvergiftung. Diese überraschende Entdeckung wurde jetzt im Rahmen eines Projekts des Wissenschaftsfonds FWF gemacht und heute (25. Mai 2008) publiziert. Die Ergebnisse wurden an einer Modellpflanze gefunden, die auch ideale Voraussetzungen zur zukünftigen Entwicklung von Behandlungs- und Testsystemen im Sinne der Nahrungsmittelsicherheit bietet.
1, 5 Milliarden (!) Fälle von Lebensmittelvergiftung pro Jahr werden durch den Bakterienstamm Salmonella hervorgerufen (World Health Organization). Föhlen sich die Bakterien im infizierten Menschen besonders wohl, dann können sie sogar die Zellen des Darms infizieren und sich dort für längere Zeit halten. Bisher galten infizierte Fleischprodukte und Pflanzen, deren Oberfläche mit verunreinigtem Wasser in Kontakt gekommen ist, als einzige Infektionsquelle. Seit heute ist durch Arbeiten an der Unité de Recherche en Génomique Végétale (URGV) in Evry, Frankreich, und den Max F. Perutz Laboratories (MFPL) in Wien, Österreich, bekannt, dass dies nicht die ganze Wahrheit ist.
Gehaltvolle Rohkost
In einer heute (28. Mai 2008) in PLoS ONE publizierten Arbeit zeigt das Team um den Genetiker Prof. Heribert Hirt, dass Bakterien des Stammes Salmonella typhimurium sogar in Pflanzenzellen eindringen und sich dort vermehren können. Zwar war bereits bekannt, dass Salmonellen bis zu 900 Tage lang in kontaminierten Böden überleben können und diese somit einen geeigneten Infektionsherd für Pflanzen darstellen. Das Team um Hirt konnte nun aber zeigen, dass die Infektionen von Pflanzenzellen aus einem solchen Infektionsherd durchaus aktiv vom Bakterium vorangetrieben werden und nicht wie bisher vermutet allenfalls eher zufällig und - auf Seiten des Bakteriums - passiv erfolgen.

Insekten benutzen Pflanzen als "Telefon"
Die niederländische Ökologin Roxina Soler Gamborena und ihre Kollegen vom Netherlands Institute for Ecology haben entdeckt, dass Insekten, die sich unter der Erde an den Wurzeln von Pflanzen laben, mit blattfressenden Insekten über der Erde kommunizieren können. Dies geschieht, indem sie die Pflanzen selbst als eine Art "Telefon" benutzen. Dabei schicken die unterirdisch lebenden Insekten chemische Warnsignale über die Pflanze bis in die Blätter: So wird die oberirdische Fresskonkurrenz gewarnt, dass das Gewächs bereits besetzt ist.
An der Oberfläche lebende Insekten, oft solche im Raupenstadium, ziehen diejenigen Pflanzen zum Niederlassen vor, die noch vollkommen gesund und nicht von anderen, insbesondere wurzelfressenden Insekten befallen sind. Bereits vor einigen Jahren konnte beobachtet werden, dass verschiedene Insektentypen, die über der Erdoberfläche leben, sich langsamer entwickeln, wenn sie sich auf Pflanzen niedergelassen hatten, die bereits von unterirdisch wirkenden Bewohnern in Beschlag genommen waren. Aber auch die unterirdischen Spezies hatten unter oberirdisch lebenden Konkurrenten zu leiden.
Der besondere Kommunikationsmechanismus, der es den beiden Kontrahenten erlaubt einander ohne direkten Kontakt aufzuspüren, hat sich über den natürlichen Ausleseprozess entwickelt, vermuten die niederländischen Forscher. So kann vermieden werden, dass sich die beiden Kontrahenten unwissentlich um die selbe Pflanze streiten und durch die doppelte Bewohnerlast in ihrer Entwicklung gehindert werden.
Die unterirdisch nagenden Insekten können aber nicht nur mit der Konkurrenz über dem Boden kommunizieren - es können sich dritte Teilnehmer in die "Hausleitung" einschalten, nämlich die natürlichen Feinde von Raupen. Parasitäre Schlupfwespen beispielsweise legen ihre Eier in Schmetterlingspuppen, die im Raupenstadium mit den Wurzelfressern konkurrieren. Die Wespenlarven ernähren sich dann zunächst vom Blut der Puppen, bevor sie im späteren Stadium auch die Organe angreifen und die ganze Puppe aufzehren. Auch diese für die Bewohner in den oberen Geschossen sehr gefährlichen Parasiten können die chemischen Warnungen aufspüren und dadurch potenzielle Wirte für ihre Eier ausfindig machen.
Da die Kommunikation zwischen den unter- und oberirdischen Insekten ein bisher nur wenig untersuchtes Feld darstelle, könne man noch nicht mit Sicherheit sagen, wie weit verbreitet das Phänomen in der Tierwelt ist.
Quelle: Netherlands Organization for Scientific Research.

Die Bohne, Pisum sativum, ist wohl eine der bekanntesten Modellpflanzen in der Genetik. Schon Schulkinder lernen, dass der Mönch Gregor Mendel im 19.Jh. die Bohnen studierte, z.B. wenn die Samen faltig sind, werden diese und andere Charakteristiken in vorhersehbarer Weise vererbt.
Es gibt noch viele Geheimnisse um die Bohne, vielleicht weil sie sich nicht durch die gängigen gentechnischen Methoden verändern lässt. Ein Forscherteam unter Abdel Ihafid Bendahmane am französichen Plant Genomics Research Unit (URGV) arbeiten an einer frühblühenden Sorte, Caméor und studierten die unterschiedlichen Wachstumsphasen vom Samen bis zur Fruchtreife. Das Team untersuchte die DNA von 4704 Pflanzen und entdeckte zahlreiche massgebliche Gene. Daraus wurde eine Datenbank entwickelt: UTILLdb, die jedes Gen in jeder Wachstumsphase genau beschreibt und mit digitalen Fotos ausgestattet ist. UTILLdb enthält phänotypische als auch sequentielle Informationen über mutante Gene und kann nach Eigenschaften durchsucht werden.
Das neue Tool erlaubt erweiterte Möglichkeiten für die Grundlagenforschung und zur Sortenoptimierung. Das Team hofft die Erwartungen der Züchter und Forscher zu erfüllen.
Quelle: TimesOnline
UTILLdb, a Pisum sativum in silico forward and reverse genetics tool (Full pdf Version)
Univ.-Prof. Dr. Christian Krattenthaler von Universität Wien, Fakultät für Mathematik und Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zechner von der Karl Franzens Universität Graz, Institute of Molecular Biosciences,wurde im Rahmen der "40 Jahre FWF" Feier am 12. November 2007 der Wittgensteinpreis verliehen

Duell der Worte: Die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen auf Landwirtschaft, Umwelt und Konsumenten sind umstritten.
Josef Glössl und Peter Weish im Interview
KURIER vom 27.09.07 von W. Friedl u. E. Mauritz

Oktober 2007
Pflanzentumore verursachende Bakterien modifizieren das Pflanzengenom unter geschickter Ausnutzung erster Verteidigungsmassnahmen der Pflanze. Dabei werden bakterielle Gene mit Hilfe pflanzeneigener Proteine in den Zellkern und anschliessend in das Pflanzengenom eingeschleust, um dort den Stoffwechsel der Pflanze für eigene Zwecke umzuprogrammieren. Dieser bisher unbekannte Vorgang wurde nun im Rahmen eines Projektes des Wissenschaftsfonds FWF entdeckt und heute in SCIENCE veröffentlicht.
In Europa kontrovers diskutiert - vom Agrobakterium geschickt praktiziert: die genetische Manipulation von Pflanzen. Das Bodenbakterium Agrobakterium tut dies durch das Einschleusen eigener DNA in den Zellkern und in der Folge in das Erbgut der Pflanzenzelle. Die so genmanipulierten Pflanzen werden daraufhin zur ungehinderten Zellteilung und für die Bakterien nützlichen Nährstoffproduktion umprogrammiert. Nicht geklärt war bisher der genaue Vorgang, wie die Bakteriengene in den Zellkern transportiert werden - zumal die Verteidigungsmaschinerie der Pflanzenzelle bereits sehr rasch nach der bakteriellen Invasion anläuft. weiter lesen
Originalpublikation: Trojan horse strategy in Agrobacterium transformation - Abusing MAPK-targeted VIP1 defence signalling Armin Djamei, Andrea Pitzschke, Hirofumi Nakagami, Iva Rajh, Heribert Hirt, Science 318, 453 (2007).

September 2007
Oxidationen des als "Radikal-Fänger" bekannten Vitamin E laufen anders ab, als bisher angenommen. Zwischenprodukte, die laut gängiger Lehrmeinung dabei entstehen, sind mit modernsten Analysemethoden gar nicht nachweisbar. Dieses überraschende Ergebnis wurde im Rahmen eines vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekts aufwändig belegt und publiziert. Grosse Bedeutung haben diese neuen Erkenntnisse auch für ein Folgeprojekt, in dem es um die Herstellung von "Super-Antioxidantien" auf Basis eines polymeren Vitamin E geht.
FWF Pressemeldung
ACS Publications